Über mentale Gesundheit zu sprechen, ist nicht immer einfach. Dabei betrifft das Thema uns alle – gerade junge Menschen, die in ihrem Alltag mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen, Erwartungen und Stresssituationen umgehen müssen. Wie können wir besser auf uns selbst achten? Wie erkennen wir, wenn es anderen nicht gut geht? Und wie können wir uns gegenseitig unterstützen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich junge Menschen aus Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien bei der internationalen Jugendbegegnung „Breaking the Silence: Youth for Mental Health Awareness“, die vom 19. bis 26. Oktober 2026 in der Europäischen Jugendbildungsstätte Magdeburg (EJBM) stattfand.

Nach einem ersten Kennenlernen und verschiedenen Teambuilding-Aktivitäten beschäftigten sich die Teilnehmenden zunächst damit, was mentale Gesundheit für sie persönlich bedeutet. In interaktiven Workshops setzten sie sich mit Stress und dessen Auswirkungen auf den Alltag auseinander und lernten verschiedene Strategien kennen, um besser mit Belastungen umzugehen. Dabei ging es auch um die Frage, warum psychische Probleme häufig noch mit Vorurteilen verbunden sind und wie Sprache dazu beitragen kann, diese abzubauen oder zu verstärken. Gemeinsam überlegten die Jugendlichen außerdem, wie sie Freund*innen in schwierigen Situationen unterstützen können.

Im Laufe der Woche wurden die Teilnehmenden zunehmend selbst aktiv. In ihren Ländergruppen entwickelten sie eigene kleine Workshops zum Thema Mental Health und brachten ihre Perspektiven und Ideen ein. Beim „Breaking the Silence Campaign Lab“ beschäftigten sie sich anschließend damit, wie sie auch andere junge Menschen für das Thema sensibilisieren können.

Auch außerhalb der Workshops gab es viele Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen. Besonders gut kam der „Walk & Talk“ durch Ottersleben an, bei dem die Jugendlichen während eines Spaziergangs in mehreren Etappen ihre Gesprächspartner*innen wechselten. So entstanden immer wieder neue Gespräche und Begegnungen. Bei einem gemeinsamen Ausflug erkundete die Gruppe außerdem die Magdeburger Innenstadt. Die Abende verbrachten die Teilnehmenden unter anderem mit einem interkulturellen Abend, einer Silent Disco und gemeinsamen Spielen.

Eine weitere Besonderheit der Woche war der Austausch mit einem parallel in der EJBM stattfindenden internationalen Trainingskurs. Teilnehmende des Trainingskurses gestalteten einen eigenen Workshop zum Thema Mental Health für die Jugendgruppe. So konnten die beiden Projekte miteinander verbunden werden und es entstanden Begegnungen über die eigene Gruppe hinaus.

Zum Abschluss beschäftigten sich die Jugendlichen damit, wie sich aus den besprochenen Herausforderungen konkrete Lösungsansätze entwickeln lassen. Bei einem „Mental Health Gallery Walk“ präsentierten sie ihre Ergebnisse und blickten auf die gemeinsame Woche zurück. Nach einem letzten gemeinsamen Abend hieß es schließlich Abschied nehmen.

Am Ende blieb nicht nur neues Wissen über mentale Gesundheit, sondern auch viele gemeinsame Erinnerungen und neue Freundschaften über Ländergrenzen hinweg. Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden für ihre Offenheit, ihre Ideen und die vielen spannenden Gespräche. Ebenso danken wir allen Beteiligten, die diese Jugendbegegnung begleitet und möglich gemacht haben. Wir blicken auf eine schöne und bereichernde Woche zurück!